26.07.2014, FC Lugano – FC Winterthur 2:1

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Da habe ich euch doch tatsächlich ein Spiel unterschlagen!
Wird hiermit sofort nachgereicht.

Vor dem Kick in Basel am Sonntag ging es nämlich am Samstag noch ins wunderschöne Tessin. Eigentlich wollten wir ja nen Dreier in der Ostschweiz machen, allerdings konnte mich Hamburg dann doch überreden. Freundin war auch am Start, sodass es schon früh Richtung Süden ging.

Die Entscheidung so früh los zu fahren, eigentlich mit dem Vorhaben noch am Lago Maggiore vorbei zu schauen, sollte sich als goldrichtig herausstellen. Kaum an Luzern vorbei vermeldete der Radioempfänger: 15 Kilometer Stau am und im Gotthard-Tunnel mit Verzögerungen von bis zu 2 1/2 Stunden. Zum Glück kennt sich meine Freundin in der Gegend etwas aus, sodass wir über den Gotthard-Pass ausweichen konnten. Die nächste goldrichtige Entscheidung. Zwar spielte das Wetter nicht besonders mit, dennoch schlängelten wir uns durch eine atemberaubende Landschaft mit teilweise überragender Aussicht über den Alpenpass. Wir hatten das Land nicht verlassen, aber dennoch kam so langsam dieses Gefühl von Abenteuer in uns allen hoch. Es ging über enge Strassen, über unfassbar atemberaubende Brücken, immer in Begleitung von Autos aus aller Herren Länder. Unglaubliches Gefühl.

Etwas unterhalb der Spitze nutzten wir die Gelegenheit und machten einen Stopp an einem Aussichtspunkt, der ebenfalls einen wunderschönen Blick ins Tal bot, trotz nasskaltem Wetter.
Dort oben waren es teilweise bloss 6-8°C, während nur 20 Autominuten später, angekommen in Lugano, satte 27°C herrschten. Krasser Wetterumschwung. Eben noch in Eiseskälte auf den Alpen, nun, bewaffnet mit allerhand Fressalien aus dem örtlichen Denner, bei strahlendem Sonnenschein auf einer kleinen Piazza mitten in Lugano. Das Leben kann so schön sein!

Ca. 30 Minuten vor Anpfiff der heutigen Partie zwischen dem Gastgeber, dem FC Lugano, und dem FC Winterthur betraten wir das Stadioninnere. Preise gingen diesmal einigermassen klar. Für 10 Franken nen Stehplatz gesichert und einfach dreist auf die Haupttribüne gechillt. Diverse Italo-Schweizer und ein paar Hoppernasen aus dem roten Süden Deutschlands taten es uns gleich.

Der FC Lugano wird unterstützt von ca. 20 Hanseln in der Kurve links der Haupttribüne. Dabei hatten sie eine Zaunfahne mit der Aufschrift „Teste Matte“, eine weitere undefinierbare Zaunfahne und einige Schwenker. Der Haufen machte für seine Anzahl einen ganz ordentlichen Eindruck und supportete das Spiel mehr oder weniger ohne Pause durch. Daumen dreiviertel hoch.

Auf der anderen Seite die Fans des FC Winterthur, von denen einige erst nach ca. 15 gespielten Minuten das übrigens wunderschöne, italienisch anmutende Rund betraten. Einige Tage vorher sah ich den FCW ja bereits bei seinem Heimspiel gegen den FC Wil und war da eigentlich recht begeistert von der Atmosphäre, die allgemein im Stadion herrschte. Heute leisteten sich die Fans des FCW aber einen Fail nach dem anderen. Angefangen dabei, den völlig leeren Zaun nicht zu nutzen und stattdessen eine Zaunfahne völlig sinnlos an ein Werbebanner zu pappen, an dem die Fahne auch so gut wie gar nicht zur Geltung kam, weil das Banner so gut wie dieselben Farben enthielt. Support: Gar nicht. Bisl Pyro gabs beim Tor, immerhin dafür Probs. Ansonsten war das sehr Altona-Style, was man dort so bot. Und Altona ist nicht wirklich schön. Mag ich nicht, so persönlich. Ich habe kein Problem, wenn sich Gruppen wenig am Support beteiligen, oder gar nicht. Aber dann so zu tun, als wäre man sonst wer ganz tolles und ach so anders, als der Rest, naja. Es gibt durchaus Gruppen und Leute, die nicht annähernd in Richtung Ultra gehen, die ich aber trotzdem mag und deren Stil mir gefällt. Beim Heimspiel war es auch beim FCW noch so, aber dieses Auswärtsspiel hat dann doch einiges zerstört in mir, trotz der wohl politisch sehr korrekten Einstellung der Winti-Supporter.

Achja, gespielt wurde ja auch noch. Lugano siegte 2:1, einmal ein Elfmeter, an das zweite Tor kann ich mich nicht mehr erinnern. Das Tor von Winti war auch ein Elfmeter (glaube ich) und ein Ostschweizer flog noch vom Platz, nachdem er seinem Gegenspieler einen netten Klaps gab.

Nach Abpfiff entschieden wir uns noch dazu mal schnell über die Grenze nach Italien zu fahren und typisch italienisch eine Pizza, oder Pasta rein zu ziehen. Nach längerer Irrfahrt am Comaer-See entlang und auf der Suche nach Georg Clooneys Haus landeten wir dann auch in einer Spelunke, die tatsächlich auch Kredit- bzw. EC-Karten annahm, da niemand von uns Schlauköpfen daran gedacht hatte Euronen in die Tasche zu packen.

Während wir dann so auf der Terasse des „Restaurants“ chillten und auf unser Essen warteten und die Zeit dank wirklich interessanter Gesprächen wie im Fluge verging, bemerkten wir, dass wir gar nicht in einem Restaurant, sondern in einer Art „Love-Hotel“ gelandet waren. Eindeutige Poster und diverse Männer, die um das Hotel umher schlichen, bestätigten uns dann auch in unserer Vermutung. Endlich konnten wir uns ein wenig so fühlen wie unsere grossen Vorbilder vom Dröhnbüttel! Ein Lebenstraum ging in Erfüllung!

Dennoch entschieden wir uns alsbald dazu die Rückfahrt anzutreten.

Die Heimreise verlief ähnlich, aber nicht mehr ganz so spektakulär, wie die Hinfahrt, da der Gotthard jetzt frei war und inzwischen die Nacht angebrochen war.

27.07.2014, FC Basel – FC Luzern 3:0

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Der Titel weckt ja sicherlich einige Erwartungen. Der FC Basel gilt auf wie neben dem Platz ja schliesslich als das „Nonplusultra“ der Schweiz. Dazu verfügt der FCB mit dem St. Jakobs Park über ein recht schickes und interessantes Stadion und gleichzeitig über die grösste Anhängerschaft in der Schweiz. Allerdings gibt es manchmal auch solche Spiele, über die man einfach keine Lust hat was zu schreiben, weil man irgendwie völlig enttäuscht wurde in seinen Erwartungen. Und das hier ist jetzt so ein Spiel. Dabei fing der Tag eigentlich ganz angenehm an.

Bereits zeitig vor Anpfiff erreichten wir Basel und parkierten unsere Karre unter einer Autobahnbrücke. Leider wieder einmal zu einem völlig unmöglichen Preis: 10 Franken dafür, dass man sein Auto mal für 3 Stunden irgendwo hinstellt. So ein Super League Spieltag geht ganz schön ins Geld, das habe ich in den letzten Wochen festgestellt. Zum Glück gibt es ja nur zehn Vereine, von denen zwei (GC und FCZ) auch noch im selben Stadion spielen, sodass die Liga schnell komplettiert sein sollte. So wirklich eine Sympathie habe ich bisher nicht zu dieser Liga aufbauen können. Naja…

Raus aus der Karre und durch die Unterführung, hinter der auch schon das Stadion in Sichtweite war. Erstbestes Kassenhäusschen aufgesucht, günstigste Karte gekauft, diese leider für die Muttenzerkurve und einmal rum um die Kiste.

Hier das absolute Highlight des Tages. Tags und geile Bilder an so ziemlich allen Wänden rund ums Stadion. In Sachen Streetart und speziell Graffiti war das so ziemlich mit Abstand das Beste, was ich jemals gesehen habe! Wirklich alles voll mit Bildern, martialisch geilen Sprüchen und es lag eine wirklich geile Atmosphäre in der Luft rund ums Stadion. Je mehr man sich der Muttenzerkurve näherte, umso bessere, grössere und geilere Bilder konnte man finden und irgendwie war schon eine riesige Lust auf diese Partie da.

Vor Ort dann ein paar kleinere Komplikationen bei Hamburg bzgl. der mitgebrachten Kamera. Diese aber schnell gelöst und rein in die gute Stube.

Der Anblick von innen dann weit weniger beeindruckend, als von aussen. Irgendwie wirkt das alles sehr homogen und wenig einfallsreich. Von aussen war das doch deutlich ansehnlicher.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Der Gast aus Luzern knüpfte an seine miserablen Leistungen der letzten Wochen an und unterlag dem amtierenden Meister glatt mit 0:3 und war dabei völlig chancenlos. Spätestens nach dem 0:2 war früh klar, wer hier Herr im Hause sein sollte und so plätscherte die Partie die meiste Zeit wenig spektakulär vor sich hin.

Das wirkte sich natürlich auch auf die Leistung auf den Rängen aus.
Die Gästekurve eigentlich gut gefüllt, dabei auch recht viel in Bewegung und der Materialeinsatz war ebenfalls in Ordnung. Zum Einmarsch der Mannschaften gab es ein wenig Pyro. Leider kam, aufgrund unserer Position, nicht viel von den Gesängen aus dem Gästeblock an, sodass ich mir hier mal eine Wertung spare. Ich habe den FCL jetzt 4x gesehen und bisher war das nicht so wirklich dolle.

Die Heimkurve anfangs richtig gut aufgelegt und es gab auch die Ein oder Andere neue Melodie zu vernehmen, die durchaus gefallen konnte. Pyrotechnische Erzeugnisse gab es gleich mehrmals im Spiel, auch das gibt einen „Daumen hoch“. Die Choreo zum Intro war dann wenig spektakulär. Blockfahne inkl. Klopapier. Danke für die kostenlose Spende!

Nach 20 Minuten war es aber dann auch schon vorbei mit der Herrlichkeit. Mag es am langweiligen Kick auf dem Rasen, oder an der wirklich unschönen klimatischen Bedingungen gelegen haben, mich jedenfalls enttäuschte der Auftritt.

Ebenfalls absoluter Abturner: Ein kleines Grüppchen offenbarer C-Leute, von denen einer völlig unbehelligt mit einem „Aryan Brotherhood“-Shirt rumlaufen konnte. Andererseits kann man hier der Kurve auch nicht so wirklich einen Vorwurf machen, die Jungs sahen nämlich alles andere als harmlos aus und hätten wohl im Alleingang die halbe Kurve locker wegboxen können. Dennoch keine wirklich schöne Entwicklung in Basel. Der Verein war mir ja immer mehr oder weniger egal, aber mit solchen Leuten in der Kurve: Geht einfach gar nicht!

Hamburg sag die Kurve dann doch etwas besser und fand den Auftritt doch recht gelungen, war aber ebenfalls arg genervt ob der Anwesenheit einiger ziemlich dämlicher Typen.

Nach Abpfiff verweilten wir noch für einige Minuten im Stadion, um uns dann recht zügig bewaffnet mit dem gesammelten Klopapier in Richtung Auto zu bewegen, wo das Chaos erst auf uns warten sollte.

Am Auto angekommen wurden wir von einigen Einheimischen ziemlich frech und aufdringlich begafft. Aufhänger war dabei wohl unser deutsches Kennzeichen auf dem Auto. Verwunderlich, da ich eigentlich dachte, dass deutsche in Basel zum Alltag gehören. Ist auch eigentlich so. Vielleicht fanden sie uns auch einfach nur ziemlich sexy. Das wird es sein und klingt auch logischer.

Dann mal losgefahren, stellen wir schnell fest, dass irgendwie alle Autobahnauffahrten in Richtung Luzern gesperrt waren, aus welchem Grund auch immer. Also durften wir noch einmal durch die halbe Stadt tingeln, ehe wir dann doch die Autobahn erreichten und mit einigem an Verspätung zu Hause aus der Karre fielen.

PS: Keine Sorge, von der erwähnten Streetart gibts natürlich auch Pics. Allerdings sind da so viele Schmanckerl dabei, dass ich mich entschieden habe dafür die Tage einen Extra-Beitrag zu Posten. Also quasi ein „Streetart-Special“. Freut euch drauf!

25.07.2014, FC Schötz – FC Breitenrain Bern 0:2

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Hamburg war zu Gast und da wollte man natürlich was bieten. Ausser dem Testkick zwischen dem FC Schötz, seines Zeichens Erstligist, und dem FC Breitenrain Bern aus der Promotion League war allerdings nichts mehr oder weniger brauchbares aufzufinden.

Vor der Partie ging es jedoch auf eine kleine Sightseeing Tour durch Luzern, vorbei am Bahnhof und dem Luzerner See, mit einem kleinen Schwank zum Stadion des FC Kickers Luzern.

In den frühen Abendstunden hiess es dann jedoch Aufbruch in Richtung Schötz. Das Spiel sollte auf dem Hauptplatz stattfinden, der mit einer netten überdachten Sitzplatztribüne aufwarten konnte. Auf der Gegenseite gab es ein paar Stufen, auf denen wir es uns bis zum Anpfiff gemütlich machten, um uns dann auf die Tribüne zu begeben.

Die Partie bot wenige Höhepunkte und war ein Festival der Unzulänglichkeiten. Beide Teams legten ein erschreckend niedriges Niveau aufs Parkett und überboten sich im vergeben grösster Chancen. Schnell fanden wir mit Schnackerei über die Bundesliga und die Entwicklung im deutschen Fussball allgemein ein interessantes Thema, sodass ich mich sogar beim besten Willen nicht mehr daran erinnern kann, wie die beiden Tore für die Gäste aus Bern gefallen sind.

Zum Glück war die Partie dann auch endlich vorbei und es ging ziemlich schnurstracks runter von der Anlage, in die Karre und ab nach Hause, wo der Tag dann auch recht früh endete.

24.07.2014, FC Balzers III – FC Walenstadt 3:0

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Besuch aus Hamburg von der glorreichen Victoria hatte sich angekündigt. Grund genug für mich dafür extra nach Liechtenstein zu tingeln, um eine sichere und vernünftige Anreise meines Gastes zu gewährleisten.

Während Hamburg beim Spiel des FC Vaduz gegen Ruch Chorzow weilte, entschied ich mich für die weit weniger spektakuläre Partie zwischen der dritten Mannschaft des FC Balzers und dem FC Walenstadt, um der Komplettierung Liechtensteins einen Schritt näher zu kommen und ich Vaduz ja bekanntlich bereits in der vorangegangenen Europa League Quali-Runde besucht hatte.

Zur Stärkung gab es am Ground erstmal leckeren, selbst zubereiteten Thunfischsalat, ehe ich ca. 20 Minuten vor Anpfiff den Ground betrat. Zunächst einmal das übliche Spielchen: Angst, dass der Kick auf dem Nebenplatz stattfindet. Als dann aber die ersten Spieler mit Eckfahnen angerannt kamen und diese auf dem Hauptfeld platzierten war die Erleichterung gross.

Der Ground bietet zwar keine spektakulären Ausbauten, dafür aber einen wunderschönen Blick auf die Berge und vor allem die Alpen!
Dazu gibt es eine recht neu wirkende, kleine Sitzplatztribüne an einer Seite mit blau-gelben Sitzen. Wie gesagt, nichts besonderes, aber dennoch ein Örtchen zum Wohlfühlen. Ich war schon ein wenig begeistert von dieser kleinen, unüberdachten Tribüne. Zwar wenig ranzig, wie ich es eigentlich mag, dafür aber schlicht und absolut angemessen für den Verein. Kein Grössenwahn, kein unnötiger Schnickschnack. So mag ich das!

Zu mir auf die Tribüne gesellten sich noch ein paar andere Zuschauer sowie ein Hund. Auf der anderen Seite fanden sich ebenfalls ca. 15 Zuschauer ein, womit der Partie ca. 25 Zuschauer beigewohnt haben dürften.

Also, Testkick zwischen dem FC Balzers III und dem FC Walenstadt, einem Örtchen unweit der Grenze Schweiz-Liechtenstein. Und die Partie bot dann genau das, was sie versprach: fussballerische Magerkost. Am Ende gewann der Gastgeber verdient mit 3:0.

Die letzten 15 Minuten der Partie drehte ich noch diverse Runden um den Ground, ehe es in Richtung Rheinparkstadion, Vaduz ging, um Hamburg dort vor dem martialischen Polenmob zu befreien. Mission geglückt, sodass es alsbald gen Heimat gehen konnte.

23.07.2014, Team Amt Entlebuch – Oberemmental 05 1:3

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Erstes Testspiel der Entlebucher Frauenmannschaft in der neuen Saison. Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison geht es in der Saison 2014/15 in der 2. Liga, Gruppe 1 an den Start. Dabei gehts sogar zu Gegnern im Tessin! Megageil, sodass ich schon grossspurig angekündigt habe einen auf Allesfahrer zu machen. Zumal im Team einige Mädels spielen, die quasi meine ersten Kontakte in der Schweiz waren und sich durch diese netten Menschen auch eine Art emotionale Bindung zu dieser Mannschaft aufgebaut hat. Also macht der ganze Kram dann natürlich doppelt Spass, wenn man auch eine Mannschaft hat, mit der man mitfiebern kann.

Und genau deshalb ging es an diesem Mittwochabend auch zu diesem ersten Testkick gegen die Frauenmannschaft des FC Langnau, Oberemmental 05 genannt. Diese kickten schon in der vergangenen Saison in der 2. Liga, allerdings in einer anderen Gruppe. Irgendwie ist das kurios, Langnau liegt beispielsweise deutlich näher an Escholzmatt, wo TAE seine Heimspiele austrägt, spielt aber dennoch in einer ganz anderen Gruppe. Dafür fährt TAE nach Lugano. Egal, ist ja sogar besser!

TAE in üblicher Aufstellung, wobei Trainer Kevin Morandi offensichtlich auch mal etwas ausprobieren wollte und deshalb während der Partie rege durchwechselte. Dabei kamen allerdings genau dieselben Probleme zu Tage, die man schon Ende der vergangenen Saison hatte. Spielerisch ist die Mannschaft mit Teams aus der 2. Liga mehr als ebenbürtig, teilweise sogar, wie auch heute, sogar deutlich überlegen. Dennoch schafft es die Mannschaft nicht aus ihren Möglichkeiten auch zählbares zu machen. So bringt sich die Mannschaft, wie zuletzt beim IFV-Cupfinale, einfach selbst um den verdienten Lohn. Auch muss noch etwas an der Kondition gearbeitet werden. Es ist offensichtlich, dass das spielerische Niveau mit zunehmender Spieldauer langsam, aber stetig schwindet. Für den Aufstieg hat das zwar gelangt, die 2. Liga wird aber nicht leichter. Dennoch denke ich, dass man, wenn man das Abschlussproblem etwas in den Griff bekommt, die Liga ohne grössere Probleme halten wird.

Der Testkick gegen Oberemmental steht symptomatisch für meine vorherigen Zeilen. In der ersten Hälfte TAE mit wirklich sehr ansprechendem Fussball. Anders, als man das von vielen Frauenteams auf diesem Level sieht, wird der Ball nicht wild hinten raus geschlafen, sondern die Mannschaft versucht brenzlige Situationen spielerisch zu lösen und verschiebt dabei geschickt auf den Aussenbahnen. Dabei können sich die Mädels auch immer hervorragend bis zum Strafraum kombinieren. Dort ist aber dann leider meistens Schluss und es kommt nicht zu einem gefährlichen Abschluss. Das 1:0 für TAE so auch durch einen Elfmeter, verwandelt von Daniela Stadelmann. Hiernach machte Entlebuch zwar das Spiel, aber wirklich gefährliche Chancen kamen dabei nicht rum und das spiel begann langsam sich zu drehen.

Nach der Pause übernahm dann Oberemmental immer mehr das Zepter. Das nicht durch starkes Kombinationsspiel, sondern vielmehr durch ihre körperliche Überlegenheit den Entlebucherinnen gegenüber, sodass das Ergebnis bis auf 1:3 aus Sicht der Gastgeberinnen hochgeschraubt wurde. Verdient wäre zwar ein Unentschieden gewesen, dennoch war der Test sicherlich äusserst aufschlussreich für den Trainer und auch für die Mannschaft. Und auch wenn es noch ein paar kleine Problemchen gibt kann man zuversichtlich in die neue Runde gehen.

Wie gesagt, ich bin absolut davon überzeugt, dass der Klassenerhalt geschafft wird. Im Schweizer Cup geht es übrigens gegen den Finalgegner im IFV-Cup der vergangenen Saison, den FC Küssnacht. Irgendwie bitter, da kann man coole Gegner aus der NLA, oder NLB bekommen, kriegt aber dann genau den letzten Finalgegner aus dem eigenen Verband zugelost. Dafür ist dieser absolut schlagbar, auch wenn das Ergebnis damals mit 4:1 für Küssnacht doch recht deutlich erscheint. Allerdings spiegelte dieses Ergebnis nicht annähernd den Spielverlauf wieder.

Zu guter Letzt möchte ich die Situation dazu nutzen, um mal ein wenig Werbung für das Team zu machen. Die Mädels freuen sich immer über Unterstützung vom Spielfeldrand. Also kommt zu den Spielen, zumindest zu denen auf dem heimischen Platz, und unterstützt die Mädels auch in der 2. Liga. Dazu gibt es coole Ausfährtsfahrten nach Lugano und im Pokal wartet in der 2. Runde dann eventuell auch ein attraktiver Gegner! Das Team spielt ausserdem einen wirklich ansehnlichen Fussball und allgemein sind da ein paar nette und coole Mädels dabei, die die Aufmerksamkeit verdient haben.

Ich hoffe, man sieht demnächst ein paar neue Gesichter auf dem Ebnet in Escholzmatt!