30.08.2014, FC Küssnacht – Team Amt Entlebuch 6:0

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Auweia, das gibt wieder Ärger beim Entlebucher-Anzeiger!
Bekanntlich schreibe ich ja seit neuestem die Matchberichte für das Team Amt Entlebuch, die dann im Entlebucher-Anzeiger veröffentlich werden. Bereits beim letzten Bericht habe ich die maximale Zeichenzahl von 1.500, in Ausnahmefällen 2.000 überschritten.

Jetzt sind es aus Versehen wieder knappe 6.800 (mit Leerzeichen) geworden. Ich habe der netten Dame vom EA jedoch Besserung versprochen, also geniesst nochmal einen längeren Bericht, auch wenn das Ergebnis heute nicht so viel Grund zur Freude bieten sollte. Aber zumindest gabs nen neuen Ground für mich, wenn auch der Hauptplatz sicherlich deutlich attraktiver gewesen wäre. Leider fand die Partie auf einem Nebenplatz statt, welcher zumindest einige Stufen auf einer Längsseite aufweisen konnte.

Zur Neuauflage des letztjährigen IFV-Cupfinals kam es in der ersten Runde des Schweizer-Cups, für die sich beide Teams durch die Finalteilnahme im IFV-Cup qualifiziert hatten. Ein Kuriosum, auf das beide Vereine sicher gerne verzichtet hätten, winken in der ersten Runde des Schweizer-Cups doch attraktive Gegner aus der NLA, oder NLB.

Nachdem die Laufbahn des Hauptplatzes der Sportanlage Luterbach momentan renoviert wird wurde die Partie auf den Kunstrasen in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptplatzes verlegt.

Dort konnten handgezählte 42 Zuschauer eine in der ersten Hälfte äusserst einseitige Partie verfolgen, in der TAE völlig von der Rolle zu sein schien. Anders lassen sich die eklatanten Fehler im Spielaufbau nicht erklären. Fehler, die bereits eine Woche zuvor im Spiel gegen Nebikon zu den beiden Gegentoren geführt haben. Dabei ist gerade das Aufbauspiel eine der Stärken der Entlebucherinnen, welche sie jedoch in der frisch begonnen Saison bisher nicht ausspielen konnten.

Neu im Spiel der Entlebucherinnen waren die noch in der ersten Partie abwesenden Ramona Bucher und Daniela Stadelmann, von deren Rückkehr man sich mehr Stabilität in der Defensive erhoffte. Schwer wieg der Ausfall der letztwöchigen Torschützin Chantal Bieri, sodass Sturmpartnerin Anita Krummenacher heute die alleinige Spitze geben musste.

Küssnacht kam am vergangenen Wochenende nicht über ein 2:2 Unentschieden gegen die Tessiner Gäste von der zweiten Mannschaft des FCF Rapid Lugano hinaus. Am Rande bemerkt: Der FC Küssnacht und das Team Amt Entlebuch treffen in dieser Saison noch mindestens zwei weitere Male aufeinander, da nach dem Aufstieg TAEs beide Teams nun in Liga 2 an den Start gehen.

Zurück zu in der Gegenwart erzielte der FC Küssnacht in der 20. Minute das 1:0. Fehler im Spielaufbau, langer Pass, eine Küssnachterin taucht völlig frei stehend vor Torhüterin Jenny Glanzmann auf, spielt uneigennützig einen Querpass auf ihre mitgelaufene Kollegin, Tor. So einfach ging das heute. Viel zu einfach für den geneigten Anhänger des heutigen Gästeteams.

Die, ebenfalls handgezählten, angereisten sechs Anhänger der Entlebucherinnen sollten auch danach kaum einen Grund zur Freude haben. Küssnacht gestaltete die Partie weiterhin überlegen und kam so in der 28. Minute zum folgerichtigen 2:0. Selbes Konzept wie beim 1:0, diesmal jedoch schien die Passgeberin vor dem Treffer in Abseitsposition „gelegen“ zu sein. Die Beschwerden der Gästefans halfen nicht, das Tor wurde gegeben. Zeit sich zu beruhigen hatten die Schlachtenbummler dabei nicht, denn nur zwei Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz. Wieder ein langer Ball hinter die Abwehr, wieder keine Chance für Goalie Jenny Glanzmann, 3:0.
Aushilfstrainerin Vera Unternährer, die heute den abwesenden Kevin Morandi vertrat, sah nun die Zeit für den ersten Wechsel gekommen und brachte Tamara Emmenegger ins Spiel, um mehr Kompaktheit ins Spiel der Entlebucherinnen zu bringen.

Zunächst sollte dies jedoch eine fruchtlose Massnahme sein. Noch vor der Pause konnte Küssnacht nach einem neuerlichen Fehler im Spielaufbau das 4:0 markieren.

In der Pause einige hängende Köpfe bei den Luzernerinnen, jedoch gab es auch einige aufmunternde Worte zu hören.

Nach der Pause sollte das Team die ersten fünf Minuten dennoch verschlafen. Küssnacht drückte noch einmal und konnte innert weniger Minuten zwei weitere Treffer verzeichnen.

Erneuter Anlass für Coach Vera Unternährer die Defensive nochmals umzustellen. Ramona Bucher wurde nun vom Mittelfeld in die Innenverteidigung verfrachtet, was dem Team in der Verteidigung deutlich mehr Stabilität brachte. Grosschancen der Küssnachterin nun Mangelware, während sich TAE plötzlich Torchancen erarbeiten konnte, welche jedoch nicht genutzt werden konnten.
Nun sah man auch das sonst so starke Kombinationsspiel der Entlebucherinnen erste Früchte tragen.
Man kann dem Team nicht vorwerfen, dass es nicht versucht hätte ein Tor zu erzielen, selbst nicht, nachdem man aussichtslos in Rückstand geraten war. Einzig der Torerfolg blieb heute aus, sodass Küssnacht als verdienter Sieger vom Platz gehen kann.

Die Spielerinnen aus dem Entlebuch jedoch sollten ihre Erkenntnisse aus der Partie ziehen und das Positive aus den letzten 40 Minuten der heutigen Partie mitnehmen.

Ihre Lernfähigkeit unter Beweis stellen kann die Mannschaft bereits am kommenden Mittwoch beim sicher nicht einfachen Meisterschafts-Auswärtsspiel beim FC Sempach. Anpfiff auf der Sportanlage des FC Sempach ist um 20 Uhr. Auch hier sind, wie immer, alle Fans der Entlebucherin herzlich eingeladen das Team zu unterstützen.

 

Gerd Montabauer: Frauenfussball-Allesfahrer

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Vor kurzem habe ich ein wenig in meiner Vergangenheit gekramt. Ich habe da so einen Schrank, wo ich all das, was sich in meiner „Fussballkarriere“ so angehäuft hat, aufbewahre. Dabei bin ich auf ein Foto aus dem Jahr 2011 gestossen, dass mich mit einem alten Weggefährten zeigt. Die Kiste heisst übrigens Facebook.

Dieser Weggefährte ist Gerd Montabauer, seines Zeichens Fan des deutschen Frauenfussballvereins SC 13 Bad Neuenahr, der aktuell in der Regionalliga Südwest auf Punktejagd geht.

Der SC 13 Bad Neuenahr ist, wie die Zahl im Namen schon sagt, im jahr 2013 aus dem SC 07 Bad Neuenahr entstanden. Einem der Frauenfussball-Traditionsvereine in Deutschland. Über Jahrzehnte spiele Bad Neuenahr in der Bundesliga gegen die Grossen mit. Und das als quasi Dorfverein. Bis der Verein 2013 insolvent ging, zwangsabsteigen musste, sich auflöste und unter neuem Namen in die neue Saison startete.

Was mich anbelangt, so bin auch ich mehrere Jahre einen gemeinsamen Weg mit diesem Verein gegangen. Bis zur Auflösung. Warum es dann zum, nennen wir es „Bruch“ kam, lassen wir einmal aussen vor. Inzwischen gräme ich mich nicht mehr, wenn ich den Namen des „neuen“ Vereins höre. Dazu sind dort immer noch zu viele Menschen beteiligt, die ich in den gemeinsamen Jahren schätzen gelernt habe.

Auf den Rängen sind aber leider nicht mehr so viele von diesen Menschen übrig geblieben. Einer jedoch war schon lange vor mir dort. Und ist es immer noch!

Gerd Montabauer kann man getrost als den einzigen Allesfahrer im deutschen Frauenfussball abseits der Bundesliga betrachten. Ein Grund mehr mich mal wieder mit ihm zusammen zu setzen und ein kleines Interview zu führen.

 

Gerd, wir haben uns Ende 2011 beim SC 07 Bad Neuenahr kennen gelernt. Zu dieser Zeit gab es keine ersichtliche Fanszene beim SC 07 Bad Neuenahr. Damals haben wir mit den Celtics Bad Neuenahr eine kleine Gruppe gegründet, die ab da bei allen Spielen des SC 07 anwesend war. Bis zu unserer Auflösung Mitte 2013. Du bist aber schon lange vorher zum SC 07 gegangen. Wie lange genau und welches war dein erstes Spiel?

17.04.06, SC 07 Bad Neuenahr – Hamburger SV 3:0. Damals bin ich aber noch nicht regelmäßig gefahren. Ab 2007 bin ich wesentlich öfter zumindest zu den Heimspielen gefahren.

Welches war dein schönstes Erlebnis in deinen Jahren beim SC 07 bzw. SC 13? Und welches war das Negativste?

Die schönsten Erlebnisse waren sicherlich unsere Touren mit den Celtics Bad Neuenahr (Anm.: Zwischen 2011 und 2013 existierende Fangruppierung beim SC 07), vor allem die Tour zum internationalen Hallenturnier nach Jöllenbeck. Die negativsten: Die Auflösung der Gruppe, und der „Zwangsabstieg“ 2013 in Liga 2.

Nach der Auflösung der Celtics Bad Neuenahr haben sich die wenigen Mitglieder in alle möglichen Himmelsrichtungen zerstreut. Soweit ich weiss bist du sogar der Einzige, der weiter zum SC 07 und jetzigem SC 13 gepilgert ist. Hat sich in der Zwischenzeit wieder sowas wie eine kleine Gruppe gefunden, die regelmässig auch zu den Auswärtsspielen fährt?

Ein Mädel aus der Gruppe sieht man noch bei Heimspielen. Andere sieht man ab und an mal bei den Spielen, aber absolut nicht mehr regelmässig. Es gibt auch einige ältere, die weiterhin kommen und die ich von früher kenne, also aus der „Vor-Celtics-Zeit“. Manchmal verirren sich auch ein paar Leute zu den Auswärtsspielen. Supportmässig läuft da eher nichts mehr. Es ist so wie früher: bei Ecken und Freistößen das rhythmische Klatschen, und bei guten Aktionen gibts Beifall, das wars.
Organisierte Fans oder gar eine Gruppe gibt es aber nicht mehr. Meistens fahre ich alleine zu den Auswärtsspielen, oder gemeinsam mit einem Kumpel. Mal so mal so.

Wie haben sich die Zuschauerzahlen allgemein entwickelt?

Gesunken, und solange die Erfolge ausbleiben werden die auch nicht mehr steigen. Leider.

Kommen wir mal zum Sportlichen. Der SC 13 ist Ende der vergangenen Saison mit nur 5 Punkten aus der 2. Liga in die Regionalliga abgestiegen. Wie hast du die Saison erlebt? Gab es überhaupt so etwas wie einen Höhepunkt?

Ehrlich gesagt, die Saison war einfach nur beschissen. Bei einigen Spielen haben sie gut gespielt, und trotzdem verloren. Höhepunkt war zweifelsohne der Auswärtssieg in Wörrstadt. Da keimte nochmal etwas Hoffnung auf. Die Mädels haben trotz der vielen Niederlagen nicht die Köpfe hängen lassen. Beim letzten Auswärtsspiel in Würzburg sind wir mit dem Mannschaftsbus mitgefahren. Also mein Kumpel und ich. Nach dem Spiel haben wir dann auf der Terasse vom Stadion gesessen, auf die Spielerinen gewartet, und dann zusammen Pizza gegessen. Sijamak Sauer, der Trainer der U17-Bundesligamannschaft, hat uns auch eingeladen nach dem letzten Punktspiel der U17, um gemeinsam den Klassenerhalt zu feiern. Peter Eckhardt, der Stadionsprecher, hat uns auch zu einem kleinen Saisonabschlussfest eingeladen. Es läuft also immer noch alles sehr familiär ab.

Der Verein war 2013 in arge finanzielle Probleme geraten und musste erstmals in seiner Geschichte in die 2. Liga absteigen. Wie hat sich die finanzielle Situation beim Verein seither entwickelt?

Die Lage ist weiterhin nicht rosig. Ein leichtes Plus ist vorhanden und bei der letzten Mitgliederversammlung wurde gesagt, dass es mit den jetzigen Verantwortlichen keine Neuverschuldung geben wird.

In der kommenden Saison geht es also in der Regionalliga gegen Teams aus der Region. Erhoffst du dir sogar einen Anstieg der Zuschauerzahlen durch die vielen Lokalderbys? Oder meinst du, dass es nun noch trister wird im Apollinarisstadion?

Ich denke die Zuschauerzahl wird nicht ansteigen, solange keine Erfolge da sind. Auch nicht bei Lokalderbys. Die „Schönwetterzuschauer“ werden sicher noch seltener kommen.

Meinst du, dass der direkte Aufstieg gelingen kann? Und wie siehst du allgemein die Zukunft des SC 13?

Ich denke nicht, dass es direkt wieder hoch geht. Der Ligaerhalt wird wohl das erste Ziel sein. In der abgelaufenen Saison gab es ja quasi keine Stammelf. Das Team wurde durch Spielerinnen der 2. Mannschaft und der U17 aufgefüllt. Man hat auch gesehen: wenn Erfolge ausbleiben, wirkt sich das auch auf die Moral der Spielerinnen aus. Gegen Saisonende, hatte ich den Eindruck, dass viele in Gedanken schon bei ihren neuen Verein waren. Schon in der Winterpause sind zwei nach Andernach abgewandert. Nach Saisonende sind ihnen fünf weitere gefolgt. Es wäre schön, wenn die jetzige neue Mannschaft Erfolge erzielt und auch zusammenbleibt. Es ist ja quasi der zweite Neuanfang innerhalb eines Jahres.

Dank dir für das Interview und alles Gute für die Zukunft!

23.08.2014, Team Amt Entlebuch – SC Nebikon 1:2

Da ich jetzt sowas wie „offizieller Matchberichterstatter“, oder wie man das auch immer nennen will, beim Team Amt Entlebuch bin, kommt mir die Ehre zu Teil hier und jetzt den offiziellen Matchbericht zu präsentieren. Hopp Entlebuach! <3

Nach dem letztjährigen Aufstieg aus der 3. Liga geht das Frauenteam des Team Amt Entlebuch in der neuen Saison wieder in der 2. Liga an den Start. Dort geht es u. A. gegen Teams aus Küssnacht, Wolhusen und sogar aus Lugano. 2 1/2 Stunden für eine Auswärtsfahrt ist schon nicht schlecht und hoffentlich verirrt sich auch mal der ein oder andere Fan auch zu einem Auswärtsspiel. Das Team freut sich über jede Form der Unterstützung!

Zum Auftakt stand jedoch ein Heimspiel auf dem Programm. Der Gast des SC Nebikon landete in der vergangenen Saison auf dem 8. Tabellenplatz in Liga 2, was dem unteren Mittelfeld entspricht in einer Gruppe mit 12  Clubs. Das Team Amt Entlebuch gilt gemeinsam mit Mitaufsteiger FC Wolhusen als Aussenseiter in dieser Liga und somit auch, was die heutige Partie anbelangt. Nebikon hingegen will in dieser Saison oben und um die Aufstiegsränge mitspielen und gilt allgemein als einer der Favoriten auf den Aufstieg.

Und das zeigten sie auch in einer Partie, die zwar nie hochklassig war, dennoch für einige Höhepunkte sorgte.

Trotz einiger fehlender Spielerinnen ging TAE mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Und trotz Niederlage konnte man beim einzigen Testspiel in der Vorbereitung gegen Oberemmental 05 überzeugen. Baustellen gab es lediglich im konditionellen Bereich sowie im Torabschluss.

Man kann es vorwegnehmen: Das konditionelle Defizit konnte scheinbar aufgehoben werden. Allerdings mangelt es immer noch an der Qualität im Torabschluss, sodenn man überhaupt vor das gegnerische Tor kommt!

Nebikon übernahm schnell die Kontrolle im Spiel, während TAE sich einige Fehlpässe schon im Spielaufbau erlaubte. Ein Bereich, in dem sonst die Stärken des Teams liegen, der heute völlig ins Wanken geriet und auch zu einigen Torchancen für die Gäste führte. Insgesamt leistete sich das Team einfach zu viele Fehler im Spielaufbau und konnte sich mehr als einmal bei der überragenden Torhüterin Jenny Glanzmann bedanken nicht schon vor der Pause in Rückstand geraten zu sein.

Die Halbzeitansprache von Coach Kevin Morandi schien dann zu fruchten. Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff kamen die Entlebucherinnen immer besser ins Spiel, ohne sich jedoch gute Torchancen zu erarbeiten. Wenigstens konnte nun Nebikon weitestgehend vom eigenen Strafraum ferngehalten werden.

Allerdings hielt diese Phase jedoch nur besagte 10 Minuten, ehe der Ball dann doch im Tor der Entlebucherinnen zappelte. Nebikon mit einem weiten Ball, heute scheinbar adäquates und vielversprechendes Mittel gegen die hoch stehende Abwehr des Heimteams, ein Antritt und schon musste Jenny Glanzmann, in dieser Szene völlig machtlos, hinter sich greifen.

Das war jedoch noch einmal ein kleiner Hallo-Wach-Effekt für die Entlebucherinnen. Nun wurde endlich auch das sonst so starke Kombinationsspiel besser. Auch taktisch tat sich nun einiges auf dem Rasen. Nach der frühen Auswechslung von Janine Zemp brachte die spätere Einwechslung von Tamara Emmenegger neuen Schwung auf die rechte Seite. So vollendete sie auch den bis dato besten Angriff der Heimelf. Leider schnappte sich Gästegoalie Eriane Graber die scharf hereingezogene Flanke. Dennoch ein Zeichen, dass die Entlebucherinnen auch gegen einen Gegner wie Nebikon mithalten können, stimmt die Konzentration im Spielaufbau!

Doch war auch dieses Hoch nur von kurzer Dauer. Mit voranschreitender Spielzeit öffnete Entlebuch die Defensive, sodass Nebikon weiter mit langen Bällen kontern konnte und einen dieser Bälle zum verdienten 2:0 einnetzen konnte. Auch hier war Goalie Jenny Glanzmann völlig machtlos.

Nach dem 2:0 schaltete Nebikon keinesfalls einen Gang runter, dennoch steckten die Entlebucherinnen nicht auf und drängten weiter auf den Anschlusstreffer. 15 Minuten vor Schluss musste ein Eckstoss her, um das Team von Kevin Morandi noch einmal heran zu bringen. Eine an den kurzen Pfosten geschlagene Ecke vollendete Chantal Bieri zielsicher zum 1:2 Anschlusstreffer. Leider kam dieser zu spät. TAE konnte sich keine weiteren Torchancen mehr erarbeiten, sodass Nebikon letztlich als verdienter Sieger vom Platz gehen konnte.

Die Entlebucherinnen jedoch zeigten in Ansätzen zu was das Team im Stande ist. Spielerisch wie taktisch kann das Team absolut mithalten in dieser Liga. Allerdings muss dafür der Spielaufbau aus der Defensive heraus in den nächsten Spielen besser werden, sowie die wenigen Torchancen, die sich bieten, besser genutzt werden. Wenn sich das Team in diesen Bereichen in den nächsten Wochen stabilisiert, dann steht dem frühzeitigen Klassenerhalt nichts im Weg.

Es spielten: Jenny Glanzmann, Deborah Müller, Rahel Wicky, Fabienne Schmid, Cornelia Röösli, Carla Vogel, Anja Dahinden, Eliane Fuchs, Janine Zemp, Chantal Bieri, Anita Krummenacher Einwechselspielerinnen: Tamara Emmenegger, Sara Emmenegger, Chantal Pfulg, Carla Zihlmann, Selina Burri

Die nächste Partie der Entlebucherinnen führt das Team am kommenden Samstag, den 30. August 2014, um 18:00 Uhr nach Küssnacht.
Noch vor wenigen Monaten unterlag das Team im IFV-Cup-Finale den Küssnachterinnen mit 1:4. Dennoch sicherte die Finalteilnahme die Qualifikation für den Schweizer-Cup. Dort trifft man bereits in der ersten Runde wieder auf den FC Küssnacht.

Daten zur kommenden Partie:

1. Runde, Schweizer-Cup
FC Küssnacht a/R – Team Amt Entlebuch
Samstag, 30. August 2014, 18:00 uhr
Adresse:
Chli Ebnet
6403 Küssnacht am Rigi

Das Team freut sich über alle mitreisenden Fans!

 

17.08.2014, Altona 93 – SC Victoria Hamburg 0:1

Pics powered by: Kurvenkratzer
Merci nochmals!

Altona vs. Vicky, DAS Amateurfussball-Derby in Hamburg.
Ein kleiner Mob unerschrockener machte sich per Bus und Bahn auf den Weg gen Adolf-Jäger-Kampfbahn. Ein Stadion, dass in seiner Verfaultheit, aber auch in seinem Charme seines gleichen sucht.
Ranzige, geile Bude mit überdachter Sitzplatztribüne (ranzig), einer Stehplatzgegengerade (ranziger), die eine Kurve hinter eines der Tore zieht und dort zu einer unüberdachten Stehkurve wird (absolut das ranzigste, was ich je gesehen habe!). Dieses Stadion sollte in Hamburg Alleinstellungsmerkmal haben. Und dennoch will ein nicht unerheblicher Teil der AFC Mitglieder das Ding abreissen und durch einen neuen Platz ersetzen. Idioten! Wie sowieso ein Grossteil der AFC-Fanszene.

Dank „Ausbildungsnachweis“ wieder einmal ermässigt das Stadioninnere betreten, allerdings leider erst Sekunden nach Anpfiff. Die ersten Schlachtgesänge wurden losgelassen, womit wir sofort den Unmut der Fans der Heimmannschaft auf uns zogen.

Stellung bezogen etwa auf Strafraumhöhe am „linken“ Rand der Gegengerade und im Polen-Style ein Feuerwerk der Sangeskunst losgelassen. Nicht. Nur schleppend startete der Support, steigerte sich aber mit Spielverlauf immer weiter, ehe zumindest Meinewenigkeit spätestens nach dem 1:0 Führungstreffer für den einzig wahren Verein in Hamburg City völlig durchdrehte und eine flotte Sohle aufs Parkett legte, im wahrsten Sinne des Wortes. Nur noch am Tanzen, Gestikulieren und Feiern. Mir hats Spass gemacht und der Kick auf dem Rasen brachte uns ein Highlight nach dem Anderen. Offenes Spiel, dennoch mit einigen Vorteilen auf Seiten von Gelb-Blau. Pfosten- und Lattenknaller, tolle Paraden, schnieckes Kombinationsspiel und rustikale Fouls. Das Spiel hatte einfach alles, was eine unterhaltsame Partie nur bieten kann. Zwar hätten ruhig noch ein paar Tore mehr fallen können, aber so nehmen wir den verdienten Derbysieg natürlich gerne mit. Für meine Freunde von Nordkaos hat es mich heute besonders gefreut, haben sie doch in den letzten Wochen und Monaten in vielerlei Hinsicht nicht viel Grund zur Freude gehabt und nach dem Abstieg aus der RL Nord in der vergangenen Saison war es auch für mich schön mal wieder einen Sieg von Vicky mitzuerleben.

Nach dem Spiel ging es nach der netten Aufforderung des Sicherheitspersonals „flux“ raus aus dem Stadion. Dort passierte dann noch das ein oder andere lustige, ehe es für mich und den Kurvenkratzer hiess Abschied zu nehmen. Vor mir lag noch eine rund neunstündige Autofahrt, auf der mich der Kurvenkratzer dankenswerterweise noch ca. für ein Drittel der Strecke begleiten sollte. Daheim gabs dann Ärger, weil ich mitten in der Nacht die Strecke ohne Zwischenhalt (ausser zum Tanken) durchgefahren bin. Irgendwo in Hessen liess ich dann noch ein schönes Selfie von mir knipsen, welches mich auf ewig an dieses eigentlich unvergessliche Wochenende erinnern wird.

Bleibt mir zuletzt nur mich nochmals ausdrücklich bei meinen Freunden aus Hamburg zu bedanken, bei denen ich immer wieder freudig und mit grösster Gastfreundschaft aufgenommen werde, auch, wenn ich mich seit Jahren dagegen streube doch mehr aus der Beziehung zu machen. 😉

17.08.2014, SC Victoria Hamburg III – Teutonia 05 II 0:0 + SC Victoria Hamburg II – SC Sperber 1:4

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Am Morgen ging es dann zur Einstimmung auf das „grosse Spiel“ am Abend auf die Anlage des SC Victoria Hamburg, um gemeinsam mit Nordkaos die Zweit- und Drittvertretung zu unterstützen. Bei leckerem Speis und Trank und netten wie spassigen Gesprächen gab es jedoch leider keinen Sieg einer der Vicky-Mannschaften zu begutachten, wenn auch „die Dritte“ einen ganz passablen Eindruck hinterliess, während sich Vicky II regelrecht abschiessen liess. Zwischendurch fand noch ein Juniorenspiel statt, bei dem spontan ein NK-Mitglied als Schiedsrichter fungierte. Ich indes begab mich auf einen kurzen Abstecher zum Bahnhof, um den Kurvenkratzer aufzusammeln. Hier möchte ich gerne mal auf seinen Facebook-Blog verweisen sowie auf sein grandioses Heft, gefüllt mit allerlei sinnlosem Kram aus den Niederungen des Amateurfussballs! Lecker!

Zwischendurch versuchten wir noch in die örtliche Halle einzubrechen, weil dort ein Frauen-Handballturnier stattfinden sollte. Leider blieb der Versuch wenig erfolgreich. Keine Ahnung, wieso man da anscheinend keine Zuschauer haben will, die Tür blieb bis kurz vor unserem Verschwinden leider verschlossen. Stattdessen liess ich mir die von NK gestellten, grandiosen Brötchen schmecken. Gar nicht mehr solche Brötchen gewohnt. Merci!

Für ein wenig Erheiterung sorgte dann noch ein älterer Herr, der auf den ersten Blick scheinbar den Eintritt nicht blechen wollte und auf der gegenüber liegenden Seite eine Leiter an der Wand aufstellte und über diese das Spiel zu verfolgen schien. Letztlich stellte sich jedoch heraus, dass der gute Mann lediglich ein wenig an seinen Bäumen rumschnibbelte. Belassen wir es bei der ersten Geschichte. 😉

Etwa in der 70. Spielminute des Spiels von Vicky II mussten wir dann den Ort des Geschehens leider schon verlassen, da in etwa 400 Metern Luftlinie das DFB-Pokalspiel zwischen dem USC Paloma und der Retortentruppe von Dietmar Hopp stattfand und wir ja irgendwie noch zum heutigen Kracherspiel und dem Grund meines Kommens gelangen mussten und mit vollen Bussen zu rechnen war…