Schlagwort-Archive: Hopper unter sich

13.09.2014, SC Kriens – FC Luzern U21 3:2

1535479_10204597058705952_7195470069366786981_n 10609714_10204597058265941_5256123901710961143_n 10689753_10204597059025960_4963358394769352312_n

Am Samstagnachmittag winkte das „Luzerner Derby“ zwischen dem SC Kriens und der Zweitvertretung des FC Luzern. Und erstmals hauste ich nicht alleine vor mich hin im mehr oder weniger weiten Rund! Pascal aus St. Gallen begleitete mich zu diesem Kick, der Auftakt für so eine Art „Doppler“ war, zumindest für Pascal.
An dieser Stelle auch noch einmal Danke, dass ich deine Bilder nutzen darf, weil ich Schussel vor lauter Aufregung endlich mal einen Hopper aus der Schweiz live, in Farbe und persönlich kennen zu lernen vergessen hatte!

Die Sportanlage Kleinfeld weist eine schniecke, kleine Haupttribüne auf. An den restlichen Seiten der Anlage befinden sich einige Stufen, wie man sie von 0815-Sportplätzen kennt. Kaum zu glauben, dass hier noch vor ca. 15 Jahren Nationalliga A gespielt worden sein soll!
Vom alten Glanz des SCK ist indes nicht mehr viel übrig. Mit 700 Zuschauern vermeldet man heute sogar Saisonrekord. Von den einst so zahlreich anwesenden „Supporters Kriens“ waren indes nur noch einige ältere Kaliber am Start, die wenigstens ab und an mal etwas von sich hören liessen.

Natürlich war auch die ultraorientierte Szene des FCL am Start, denn das Super League Team sollte erst am Folgetag bei den Young Boys aus Bern antreten. Und natürlich bestätigten mir die Jungs (ausschliesslich!) wieder einmal, dass sie scheisse sind.
Abgesehen von zahlreichen homophoben Gesängen in Richtung der Krienser vielen sie lediglich durch irgendeine abgewandelte Form der englischen Nationalhymne auf. Was die jetzt da genau sangen konnte mir nicht einmal der Urschweizer Pascal sagen. Klar, dass sie hier nen Megaauftritt hinlegen würden war ziemlich unwahrscheinlich. Dass man dann aber nix anderes zu Stande kriegt als ziemlich plumpe homophobe Sprechchöre in Richtung Gegner zu gröhlen liess mich dennoch ein ums andere Mal mit dem Kopf schütteln. Vom Style der Leute will ich gar nicht reden, aber da habe ich sicherlich noch die deutsche Brille auf. Wobei, Lugano fand ich damals auch recht stylisch und das ist ja auch eine schweizer Szene, die sich aber wohl eher an Italien zu orientieren scheint.
Wenn man aber auf den brazigen Assistyle steht, dann ist man in Luzern schon richtig. Erinnert arg an solche 0815-Szenen in Deutschland, die sich gerne mal „unpolitisch“ geben. Allerdings soll es wohl auch Tendenzen in der Luzerner Szene geben, die sich in die richtige Richtung entwickeln. Man darf gespannt sein,w as sich da in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt.

Der Spielverlauf bot dann auch einiges. Schnell zog der SCK mit 3:0 davon. In Hälfte Zwei konnten die „kleinen“ Luzerner aber noch auf 2:3 verkürzen, was den Mob im Gästebereich noch einmal zum Ausrasten brachte, ehe ein Platzverweis die Sturm und Drang-Phase der Gäste jäh beendete. Ein paar Becher flogen noch in Richtung der Krienser und des Linienrichters, ehe die Partie etwas verspätet abgepfiffen wurde.

Danke an dieser Stelle auch gleich noch an den SC Kriens für den freien Eintritt und den leckeren Burger!

Nach der Partie gings dann im Stechschritt zu den fahrbaren Untersätzen und zum zweiten Kick des Tages.